Vom Risiko der innigen Freundschaften mit den Freunden des Islam und den Feinden der Islamkritik
(aus http://nebelnorn.20six.de 7.12.2009)
Frank A. Meyer Politik statt Kirchturmpolitik Sonntagsblick 6.12.09
http://www.blick.ch/news/fam/politik-statt-kirchturmpolitik-135087
* F.A.M.: Ist es denkbar, dass der bedrückende Nachrichtenstrom aus der islamischen Wirklichkeit Schweizer Bürgerinnen und Bürger zu vielen Tausenden bewogen hat, der Minarett-Initiative zuzustimmen? Um ein Zeichen zu setzen? * Und dann sind da noch die Bilder aus unserem Alltag: beispielsweise zwei von Kopf bis Fuss verhüllte Frauen bei dreissig Grad Hitze, in zwei Meter Abstand hinter einem von Selbstbewusstsein strotzenden Mann im T-Shirt! Wir nehmen das Bild hin, in Zürich, in Genf, in München, in Berlin, in Paris, in Madrid, in London, widerspruchslos, ohne Protest. Wir sind höfliche westliche * Menschen: tolerant – und zornig.
Ist es denkbar, dass die Minarettverbotsbefürworter besser wissen als seine Genossen, was nicht zu tolerieren ist? Seine Freunde sind keineswegs zornig. Ihm glaube ich es, aber den Genossen nicht. Da gab’s noch keine Spur von Zorn, wütend machte diese Islamophilen nur der Protest der Islamkritiker. Wie lange wird es dauern, bis auch Frank A. Meyer merkt, in wessen Gesellschaft er sich mit Ziegler&co befindet?! Den guten Willen wollen wir ihm nicht absprechen, sonst fände er nicht solche deutlichen Worte zum Islam, die einen Zorn voraussetzen, den man spürt. Aber die Loyalitäten bleiben fragwürdig. Wo bleibt der Zorn über die Komplizen, über Ziegler&Konsorten? Milde Mahnungen reichen nicht. Jetzt wird das Bild von den StimmbürgerInnen für links zurechtgebogen, man soll Nachsicht mit ihren haben, weil sie womöglich durch schlimme Bilder zur Torheit der Ja-Stimmen motiviert wurde. Auch hier gilt das Volk als nicht zurechnungsfähig, wenn es für Vorlagen stimmt, die die linken sich nicht einfallen lassen.
* F.A.M.: Ist es denkbar, dass solche Alltagsbilder Schweizer Bürgerinnen und Bürger zu vielen Tausenden bewogen haben, der Minarett-Initiative zuzustimmen? Um ihrem Zorn ein Zeichen zu setzen?
Ist es denkbar für Frank A. Meyer, dass der Zorn nicht nur von diesen Bildern hervorgerufen wird (womit man die Abstimmung mit dem Etikett „emotional“ verharmlost), sondern auf die bessere Information über den Islam durch die Islamkritiker zurückzuführen ist, eine kritische Information, wie nur das Internet sie für alle lieferte, was von den Medien über Jahre nicht zu haben war?
* F.A.M. Ein Zeichen gegen den Volksentscheid wiederum will das «Manifest von Prominenten aus Kultur und Politik» setzen. Zu den Unterzeichnern gehören von mir hochgeschätzte Persönlichkeiten wie alt Bundesrätin Ruth Dreifuss, aber auch mein inniger Freund, der Schriftsteller Adolf Muschg. Das «Manifest» erblickt im Ja zur Minarett-Initiative «eine latente Infektion». Das sprachlich fragwürdige Bild entlehnen die Manifest-Unterzeichner ostentativ beim Auschwitz-Überlebenden Primo Levi. Sie rücken damit die Befürworter der Minarett-Initiative in die Ecke von Fremdenhass und Rassenhass.
Ruth Dreifuss hätten wir ja für klüger gehalten, aber sie ist nun mal ganz auf der Linie von Kugelmann von „tachles“ ("Der Islam ist eine friedliche Religion" – na denn viel Vergnügen mit dem Islam contra Israel) und hat vom islamischen Anti-Judaismus noch nie etwas gehört? Was den überaus eitlen Adolf Muschg angeht, der wieder eine Gelegenheit wahrnimmt, sich als Held der Helvetik, mit der er viele Jahre durch die Medien reiste, zu inszenieren, so ist Meyer an der innigen Freundschaft mit ihm selber schuld. No comment. *
Die Manifest-Unterzeichner schreiben:
«Die Xenophobie und seit einiger Zeit die Islamophobie können zu extremen Handlungen führen, die an Unmenschlichkeit den Schreckenstaten des vergangenen Jahrhunderts gleichkommen können.»
Die Befürworter der Minarett-Initiative werden also mit dem eliminatorischen Antisemitismus in Zusammenhang gebracht, mit den Holocaust-Tätern. Hier müsste Meyer dämmern, was für „Freunde“ das sind, die mehr mit dem Islam als seinen Verfolgten befreundet sind. Islamkritiker haben keine Freunde bei den Islamophilen, den Kollaboranten und Treibjägern gegen die Kritiker.
* F.a. M.: Die Assoziation ist masslos. Sie macht sprachlos. Fassungslos.
Uns nicht. Wir kennen seit Jahren keine anderen Assoziationen aus dem linken Lager. Wen das nun fassungslos macht, muss bisher weggeschaut haben, wann immer diese Genossenschaft die Masstäbe zur Kriminalisierung von Islamkritikern gesetzt hat. Ist das etwa neu? Da preist Meyer im vorangehenden Artikel im Sonntagsblick die „Neue Offenheit“, als seien die linken Sprachrohre der Islamophilie jetzt offen für die kritische Islamdiskussion, die ganz anderswo stattfand und -findet, und will nicht wissen, mit welchen Mitteln sie blockiert, bedroht, denunziert und kriminalisiert wurde.
Es gibt keine „neue Offenheit“, solange harmlose Witzemacher wie der verurteilte Schriftsetzer aus Zürich von der linken Zensurmafia strafverfolgt werden, wenn sie sich über die Minarette als „Kamine“ mokieren (wie eine Baubehörde sie nannte, diese witzige Idee war eine Behördenidee, die der Zürcher Witzemacher nur noch persiflierte). Was heisst da Offenheit, wenn die immer noch drohende Strafrechtskeule, die gegen den Witzemacher zuschlug und ihn mundtot machte, intakt bleibt. Meyer geht mit keinem Wort auf die Sanktionen ein, in deren Geltungsbereich es keine Offenheit gibt, das ist Augenwischerei.
* Darf man überhaupt noch fragen, ob die Nachfolger der Holocaust-Täter nicht vielleicht eher im Iran zu suchen sind, wo Präsident Ahmadinedschad nicht müde wird, mit der Vernichtung Israels zu drohen? Darf man ferner überhaupt noch darauf hinweisen, dass der Islam schlicht Totalitarismus und Männerherrschaft im 21. Jahrhundert bedeutet?
Meyer darf das fragen – die Islamkritiker dürfen das nicht so ungestraft. Hätte er den letzten Satz vor Jahren an die NZZ geschrieben, er wäre ebenfalls mit dem Rassismusartikel bedroht worden oder von einem charakterlosen Hetzhund bei der Treibjagd im Rotgrünmilieu gegen Islamkritiker womöglich auch angezeigt worden. Ohne diesen Hintergrund der strafrechtsbedrohten Islamkritik in der Schweiz zu erwähnen, ist die Argumentation nicht glaubwürdig. Warum kritisiert Frank A. Meyer, der "mächtigsted" Journalist der Schweiz, mit Ringier im Rücken, nur die Unterlassungen bei den Genossen, denen bekanntlich zum Gottesstaatsregime in Teheran nichts einfällt, aber deren aktive Verteufelung der Islamkritik lässt er aussen vor. Die innigen „Freunde“ sind Komplizen und Kollaborteure des islamischen Rassismus, als die wir sie schon lange kennen. Fassen Sie sich, Frank A. Meyer, die Islamlobby und ihre Mentalität, das ist das Klima der Zensur, unter der die islamkritker leben nüssen. Dieses "Fasst die Islamkritiker", das Sie ratlos macht (!), ist uns bestbekannt. Dem famosen Kreis geht es gar nicht schnell genug, wieder gegen sie vorgehen zu können. Und was hatte denn der innige Freund Allahdolf Muschg nach seiner Iranreise nach 9/11 Schönes zu berichten vom Gottesstaat?
* Darf man solche Fragen überhaupt noch stellen, ohne der Fatwa des «Manifestes von Prominenten aus Kultur und Politik» anheimzufallen?
Es ist nicht die erste Fatwa, die Kollaborateure des Faschislam sind unter dem Schock der Abstimmung enger zusammengerückt, die Mentalität und Perfidie der linken Meinungsmonopol-inhaber und Gesinnungskontrolleure gegenüber dem Widerstand gegen ein totalitäres System, den sie als rassistisch denunzieren, ist doch nicht neu.
*Sicher, es gibt unterschiedliche Strömungen im Islam. Ist Islamkritik aber schon deshalb falsch, weil sie von einem einzigen Islam ausgeht? Gibt es auch unterschiedliche Propheten und Korane?
Meyer weiss sehr gut, dass seine innigen Freunde sich n i e für die zahllosen Verbrechen des islamischen Rechts, fundiert im Koran, und mit der Scharia täglich praktiziert gegen Frauen und Kinder, interessiert haben.
* Im Feuilleton der «Neuen Zürcher Zeitung» vom vergangenen Donnerstag schrieb Hamed Abdel-Samad, Historiker und Politikwissenschafter an der Universität München, über seinen Glauben:«Die Unantastbarkeit der Religion stand den Reformern immer im Weg und liess ihre Bemühungen im Sande verlaufen. Kommt hinzu, dass sie wie die religiösen Fundamentalisten selbst vom Text des Korans besessen sind.»
Das Feuilleton der NZZ hat immerhin gemerkt, dass die Leser nicht mehr so wollen wie die Redaktion, wie Viktor Kocher&co.
* Und weiter: «Es ist Zeit für Häretiker, die Allmacht des Korans zu bestreiten und eine neue Geisteshaltung einzuführen. Diesen Prozess nenne ich nicht Reform, sondern geregelte Insolvenz. Erst wenn sich muslimische Kultur innerlich von diesem Buch löst, kann sie einen Neuanfang wagen.» * Abdel-Samad sagt auch: «Islamkritik sollte von den Europäern ohne Rücksicht auf fundamentalistische Bedrohungen und ohne politisch korrekte Denkfaulheit vorangetrieben werden. Diese Kritik darf hart sein, sollte jedoch ohne Polemik und Ressentiment daherkommen. Und wenn den Muslimen diese Kritik von aussen unerträglich erscheint, sollten sie das Heft in die Hand nehmen und diese Kritik selbst üben.» * Hamed Abdel-Samad spricht von einem einzigen Islam, kritisiert den einen Islam, fordert auf zu harter Kritik an diesem einen Islam. Der Politikwissenschafter und Historiker weiss ganz genau, wovon er schreibt und redet.
Ach ja, harte Kritik und harte Ablehnung des Islam, wie sie sich im törichten Volksbegehren gegen Minarette ausdrückten, sind ja zu „polemisch und von Ressentiments“ inspiriert, nicht wirklich vernünftig, wie Hamed Abdel-Samad, der den Schweizern auch noch erklären muss, w i e sie ihre Ablehnung eines barbarischen Religionsregimes zum Ausdruck bringen können. Da ist dann alles „polemisch“, was den Moslems und der Linken nicht gefällt.
„Ressentiments“ darf auch kein Islambedrohter haben, immer hübsch moderat wie das Schweizer Fernsehen, das solche Vergleiche von Minaretten mit anderen faschistischen Symbolen nicht aufkommen lässt. Dass jede fundierte sachbezogene Islamkritik, die die Essentials des islamofaschismus antastet, den Moslems unerträglich ist, vergisst Meyer geflissentlich. Eine Debatte „ohne Polemik“ – sprich eine Debatte nach den Massstäben der Meinungsaufseher in Biedermanns Schweizer Haus, die über die erlaubte und die unerlaubte Islamkritik entscheiden -, ja das könnte den linken Freunden im Roten Salon so passen. Polemik, Witz, Satire ist die Würze der Religionskritik. Nie gehört von Voltaire, Herr Meyer? Oder wie innig ist die Freundschaft mit dem unaufhaltsamen aufgestiegenen Kleinbürger und linken Diktatorenfreund Ziegler? Dessen Bbusenfreund, der Stneinigungsbefürworter Ramadan für das Verbot der Aufführung von Voltaires Mahomet in Genf sorgte. Zu polemisch? Wie lange das ddas Moratorium denn dauern?
* Das allerdings hat seine tieferen Gründe: zum Beispiel im kritiklosen «Multikulti» von Linksliberalen, Linken und Grünen; zum Beispiel im«Tiersmondisme» so vieler sentimental übersteigerter Drittwelt-Versteher; zum Beispiel im schlechten Gewissen des Westens als Erbe des Kolonialismus. * Wir dürfen gegen den gesellschaftlichen Herrschaftsanspruch der katholischen Kirche sein. Wir dürfen die Pius-Brüder Klerikalfaschisten nennen. Wir dürfen die bigotten Evangelikalen bekämpfen. Wir dürfen die säkulare Gesellschaft verteidigen gegen die Rückeroberung durch die christliche Religion. Und gegen den Islam sollen wir nichts sagen dürfen? Es ist Zeit für das offene Wort. Es ist Zeit für Politik. Denn wo keine Politik ist, ist Kirchturmpolitik.
Dies Bemühen von Meyer, Islamkritik, die nicht von den Kirchtürmen ausging, auf diese zu reduzieren, und alle Stimmen der Initiativbefürworter, die mehr von den Islam-Kritikern gelernt haben als von den islamophilen linken Kollaborateuren, als „töricht“ zu disqualifizieren, allenfalls noch herablassend zu „verstehen“, ist gelinde gesagt nicht besonders klug. Es geht wieder mal primär um Parteien-Kampf statt um die Sache, den Islam, den die Islamkritiker und nur sie auf den Tisch gebracht haben, unter den Meyers Genossen sie fegen wollten. Und drum darf eine Initiative gegen die Islamisierung, die nie das Anliegen der Genossen war, nichts als töricht sein, nur weil sie von der Gegenpartei z.T. unterstützt wurde - über deren Wählerschaft die Zustimmung weit hinausging. Islamkritik ist keine SVP-Erfindung, aber die Blockade jeder Islamkritik war und ist ein Werk und Herzensanliegen der islamophilen Genossen mit dem feindbild SVP und dem freundbild Islam. Deren grosse Sorge ist eine nächste Volks-initiative, die die Migration und die Auswüchse der falschen verfehlten linken Politik zum Thema hat. Bereits sind die Verteufelungsbestrebungen im Gange, die auch hier nichts als Rassismus erkennen wollen, weil sie das Problem, dass die Gegenpartei jetzt aufgegriffen hat, weiterhin beschönigen, verharmlosen und vertuschen, und das die Ausschaffungsinitiative wieder zur Debatte stellt.