Erkenntnisse eines Patriarchen: Israel als Grund für das schlechte Image des Islam
Gregory zu Besuch in Krefeld
Seine Seligkeit Patriarch Gregory kennt das Weltübel hinter dem Anschlag auf die Kopten:
Den Zionistischen Dschihad! Ob diese Ansicht seiner Seligkeit auch seiner Heiligkeit in Rom zu Ohren gekommen ist oder weiss man auch davon nichts am ansonsten best informierten Ort? Siehe > http://www.humanevents.com/article.php?id=41093 von Robert Spencer:
Iran's PressTV, an official organ of the Islamic Republic, claimed in an unsigned editorial that "the fresh plot by terrorists to target churches is an organized Zionist scenario aimed at creating a rift between Muslims and Christians."
The Melkite Greek Catholic Patriarch Gregory III Laham declared several weeks ago that Muslim persecution of Christians in the Middle East "is actually a conspiracy planned by Zionism and some Christians with Zionist orientations and it aims at undermining and giving a bad image of Islam."
Seine Seligkeit Patriarch Gregorios III. bei einer Investiturfeier des Lazarus-Orden in Krefeld-Hüls.
Gregor III. Laham (غريغوريوس الثالث لحام , bürgerlich: Lutfi Laham; * 15. Dezember 1933 in Daraya, Syrien) ist als Patriarch von Antiochien und dem Ganzen Orient, von Alexandrien und von Jerusalem das Oberhaupt der mit der römisch-katholischen Kirche unierten melkitischen griechisch-katholischen Kirche und höchster katholischer Würdenträger im Nahen und Mittleren Osten.
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Nicht alles, was bei Robert Spencer verlinkt ist aus dem Lager der Neocons, die das Ende Europas durch seine Sozialsysteme vorhersagen – wie von linker Seite immerfort das bevorstehende Ende des Spätkapitalismus, das zum Credo der rationalen Heillehren gehört - , gefällt mir sonderlich. Auch was die von der Fundifront gegen Frauen bejubelte Ann Coulter u.drgl. Teapartystars zu sagen haben - not my cup of tea. In deutschen Blogs, wo Frauenrechte keine Menschenrechte sind und feministische Essentials als Angelegheit „frustrierte Weiber“ behandelt werden unter dem Jubel von Halbschlaumeiern, formiert sich der gute alte Anti-Feminismus des dt. Herrenmenschen auf untererster Rüpelebene (kriminelle Verunglimpfung der legalen Abtreibung als Massenmord), während er bei amerikanischen Intellektuellen wie Mark Steyn partyreif ist. So wie anderseits der islamische Geschlechts-Rassismus im linken Salon sich grossen Respekts erfreut. Was Marc Steyn etwa in „America Alone“ und „God and Guns“ als Freiheit des Selfmademan preist, ist für das weibliche Individuum allerdings weniger geeignet. Die Freiheit der Frauen endet dort, wo mann die Ermannung wider den demografischen Niedergang verkündet (ähnlich wie Fjordman&fans) und unter der Flagge der Liberty die Liberalisierung der US-Abtreibungsgesetze als den Hort des Bösen dämonisiert. Gebärzwang oder die neue Herrenfreiheit. Auch die säkulare EU sieht Sonderkirchenrechte für Irland vor in Sachen Abtreibungsgesetz.
Während die Linken ihre Emanzipationsprinzipien verraten und mit dem frauenfeindlichen Islam flirten, propagieren sog. konservative Herrenrechtler den demografischen „Kampf der Wiegen“ in Konkurrenz mit dem inhumanen islamischen Gebärprogramm der Vermehrung mit Gewalt auf der Basis der Frauenunterwerfung. Die antifeministische Agenda der rechten Freiheitsverteidiger ist in Sachen Frauen alles andere als dem freien Inidviduum verpflichtet, sie kommt dem Kollektivprimat der Vermehrungsreligion der Mullahs verdächtig nahe, den sie doch angeblich bekämpft. Die weltweit patriarchalen Mentalitäten schaukeln sich halt gegenseitig auf, wie die kapillarischen Röhren. Kepel stellte das schon früh in seinem Buch „Die Rache Gottes“ von den „Fundamentalismen“ fest, die sich gegenseitig verstärken. Wenn, wie uns eine Israelin berichtete, z.B. Ende des letzten Jahrhundert die Orthodoxen in den Jerusalemer Bussen die Geschlechtertrennung durchsetzten, wäre auch das im Sinn des weltweit ansteigenden Fundamentalismuspegels der drei Monoreligionen zu verstehen.
Auch die Scharianormen sind grenzüberschreitend epidemisch. Das Jahrhundert der (mono-theistischen) Religionen kündigte sich mit Repressionen gegen Frauen an. (In Israel bleibt eine Frau, wenn sie nicht rechtzeitig an ein Zivilgericht gelangt und der Mann das Rabbinats-Gericht gegen sie anruft, auch nach der Scheidung von seinem goodwill abhängig und kann nicht wieder heiraten, solange er ihr den Get, den Scheidungsbrief verweigert. Aber neben den Rabbinatsgerichten gibt es in Israel Zivilgerichte, während in muslimischen Ländern mit Schariagesetz die Frauen keine Menschenrechte haben und kein säkulares Recht sie schützt.)
Eine nicht religiös begründete sog. säkulare Aufrüstung des alten Vaterrechts gegen Frauen sehe ich in der EU-Entscheidung zum automatischen zwangsweise gemeinsamen Sorgerecht nach der Scheidung – verschärft durch das automatisch gültige zwangsgemeinsame Sorge-Recht ab Geburt, auch nicht ehelicher. D.h. die Frauen werden von allen Seiten des Männer-Rechts – von seiner altreligiösen wie von seiner erneuerten säkularen - dem alten Vaterrecht untergeordnet. In der EU tritt das modernisierte Vaterrecht unter der Maske der Gleichheit auf, Gottvater ist wieder unsichtbar... das Gesetz ist extrem Mütter- und Kinder-feindlich, es liefert die Kinder ohne Ansehen der sozialen Defizite eines „Partners“, der sich nie um Mutter und Kind gekümmert hat, jedem asozialen Subjekt aus, wenn es nur ein Kind gezeugt hat, für das es sich nicht interessiert. Nachweis der Sorgefähigkeit und –willigkeit nicht erforderlich. Die patriarchale Aufrüstung im Westen, die mit dem Ruf nach Abtreibungsverbot einerseits und mit dem väterlichen Kontrollerecht über Mutter und Kind ab Geburt mobil macht, ist das Pendant zur islamischen Frauenentrechtung, die im Westen aus gutem Grund nicht so schlecht ankommt.
Den Lackmustest für den Grad an Verrat der säkularen demokratischen Werte bieten immer noch die Frauenrechte, die auch den Zivilisationsgrad einer Gesellschaft anzeigen. Der Test fällt links wie rechts auffallend ähnlich aus, was die Wert- bzw. Geringschätzung der weiblichen Menschenrechte angeht. Der Vermehrungswahn auf der Basis der totalen Frauenversklavung des Islam wird von den Neocons und alteuropäischen Verteidigern altabendländischer, vor-aufklärerischer Werte mit dem Ruf nach der Erneuerung des gesetzlichen Gebärzwangs beantwortet. Da kommen sich die vermeintlichen Todfeinde recht weit entgegen.
Einen ähnlichen Gradmesser wie der Antifeminismus bietet der Antisemitismus, der nicht nur in den Brutstätten der radikalen Rechten weiterlebt, sondern auch bei den „antizionistischen“ linken Sympathisanten des antiisraelischen Terrors ein neues Biotop gefunden hat.
Was die schwarze Fundifront gegen Frauen bei islamkritischen blogs pro Israel, die gegen die demokratische Abtreibungsliberalisierung mit mittelalterlich frauendämonisierenden Tönen mobil machen - Frauen sind Massenmöderinnen und Abtreibung ist gleich Holocaust (Meisner & co vom schwulen Kinderfreundeclub) - , als wär’s von Opus Dei, übersieht: Israel hat die weitaus liberaleren Abtreibungsgesetze als die, die die Kirchenfundifront bei uns wieder einführen will. (Der Dialog steht dem nicht im Wege..). Am Ende bleibt Israel die letzte Demokratie, die sich noch wehrt gegen den menschenrechtsfeindlichen Islam.
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