Die sexuellen Kollateralschäden der Männerrvolutionen
Freiheit die sie meinen - wessen Freiheit?

US-Journalistin Lara Logan 2011 Huda Sharaawi ägyptische Frauenrechltlerin
Es handelt sich nicht um einen „Einzelfall“, sondern um die Regel des ägyptischen Frauenalltags. Nur ist der kein Thema der „Revolution“ des männlichen youth bulge, der auch im Jemen für „Unruhen“ sorgt. Das Testosteron ist unruhig, wenn es überhand nimmt, macht es Revolution. Vorher ist es mit der Herrschaft über die weibliche Sklavenklasse ganz zufrieden. Und auch nachher möchte es dieselbe nicht aufgeben....
„Ein Verstoss gegen den Geist der Revolution“ ???
Die Geschichte sorgte weltweit für Aufsehen: Am letzten Freitag wurde Lara Logan, eine Reporterin des US-Fernsehsenders CBS, während den Feiern nach dem Rücktritt von Präsident Hosni Mubarak auf dem Tahrir-Platz angegriffen und sexuell genötigt. Die 39-Jährige sei von ihrer Crew getrennt, umzingelt und geschlagen worden und habe «einen brutalen und anhaltenden sexuellen Übergriff erlitten», teilte der Sender mit.
(....) In Ägypten zeigten sich Mitglieder der Protestbewegung bestürzt und entsetzt über den Vorfall. Es handle sich um einen schweren Verstoss «gegen den Geist der Revolution», sagte der Autor Ahdaf Soueif dem «Guardian».
Belästigung ist weit verbreitet
Einige Aktivisten suggerierten, es handle sich um eine Tat von Mubarak-Anhängern. Diese haben während der 18-tägigen Proteste mehrfach ausländische Journalisten attackiert, auch sexuelle Belästigung und Einschüchterung gehörten zu ihrem Repertoire. Das Problem geht jedoch tiefer: Die Belästigung von Frauen auf offener Strasse ist in Ägypten seit langem weit verbreitet, ohne dass die Regierung wirksam dagegen eingeschritten wäre.
Eine Studie des ägyptischen Zentrums für Frauenrechte aus dem Jahr 2008 ergab, dass 83 Prozent aller Ägypterinnen und sogar 98 Prozent aller im Land lebenden Ausländerinnen einer Form von sexueller Belästigung ausgesetzt war. Entgegen der allgemeinen Annahme hatte die Kleidung der Frauen damit wenig zu tun: Drei Viertel seien verschleiert gewesen.
Weniger Übergriffe als befürchtet¨
Allerdings stellten viele Frauen auch fest, dass es während der Proteste auf dem Tahrir-Platz zu weit weniger sexuellen Übergriffen gekommen war als befürchtet. «Wir jungen Ägypter sind so stolz auf diese Revolution, und als erstes werden wir verlangen, dass die sexuellen Belästigungen aufhören», sagte die Frauenrechtlerin Marwa Mochtar dem «Guardian»: «Das ist jetzt unser Land und nicht mehr Mubaraks Land, und wir werden nicht erlauben, dass die Übergriffe weitergehen.»
Ein Wunschdenken, wie wollten die Frauen, die zu 90% genitalverstümmelt sind und unter der Fuchtel des islamischen Rechts leben, die täglichen sexuellen Übergriffe abschaffen? Die Verbrechen gegen Frauen in arabischen Ländern erregen kein weltweites Aufsehen. Wofür demonstrieren die männlichen Jugendlichen in Jemen? Etwa gegen die Verschacherung von jungen Mädchen an Männer zwecks „Ehe“? Vielleicht gegen die sexuellen Gewalt, deren Produkt der youth bulge ist?
Frauenprügel war in Ramallah ein männlicher Freizeitsport der Araber während der israelischen Ausgangssperren, wie man nur auf islamkritischen Blogs erfahren konnte (z.b. im Diskussionsforum von Ibn Warraq).
Im israelfeindlichen und pro-palästinensischen Deutschland war das kein Thema, so wenig wie die hohe Zahl der sog. „Ehrenmorde“ unter den Jordaniern. Ein Redaktor von "Chrismon", der die Islamkritischen Beiträge auf der evangelischen Website 2001 zensurierte, erklärte fröhlich, er habe bei seinem Aufenthalt bei den „Palästinensern“ keine Ehrenmorde gesehen. Kunststück. Die Leichen liege nicht auf der Strasse herum und werden dem deutschen Gemütsmorchel auch nicht gezeigt. Ein Tourist in Nazideutschland hätte auch keine KZs zu Gesicht bekommen.
Dass der Gewaltpegel gegen Frauen in Zeiten massenhafter Männergewalt steigt, wie Revolutionen und Kriegen, ist ein zwar vielen Frauen bekannt, aber kein öffentlich diskutiertes Phänomen, weil die Gewalt gegen Frauen als des Kriegers Lohn gilt. (Und der Fussballfans. Frauenverkaufsangebote bei Fussball-„Weltmeisterschaften“ sind obligat, die Rudel wollen befriedigt werden mit weiblichem Frischfleisch, das man ihnen in ausreichender Menge vorzusetzen hat. Nur schwester Lea Ackermann protestierte. Protest gegen den Frauenverkauf ist für die Kundengesellschaft „prüde.“ In einer dt. Radiosendung über Prostitution wagte ein männlicher Teilnehmer den Frauenhandel zu beanstanden, worauf er von einer weiblichen Hilfskraft des Herren-rechts auf Frauenfleischkonsum zurechtgewiesen wurde, ob er etwas gegen Bordelle habe! Es gibt immer genügend Medienhuren, die den Frauenverkauf kosmetisieren.
Auch im Milieu der linken Revolutionsromantik werden sexistische Machos wie etwa Malcolm X u.ä. als Helden gefeiert, Frauen sind als Gehilfinnen und Prostituierte zur Pflege des Herrenwohls inbegriffen. Nicht nur Gangster wie Berlusconi oder der Sex- bulle Kennedy, auch Sankt Martin Luther King hatte seine Sex-Gespielinnen zur beliebigen Verfügung, - noch mehrere davon, und zwar schwarze Prostituierte aus dem „grossen Hurenhaus Amerikas" (Dworkin), durften ihm in der Nacht vor seinem Tod zu Diensten sein. Female service as usual. Der einzige Prominente, der nicht in den deutschen Bewunderungsjubelchor über den grossen Befreiungsheiligen der Schwarzen einstimmte, war der Regisseur Tabori - in einer TV-Sendung zum Thema "Autorität". Tabori verweigerte dieser sakrosankten Macho“Autorität“ eigensinnig die obligate Beweihräucherung. Ich erinnere mich noch an das indignierte Gesicht der Lea Roche, die die Verweigerung des Kotaus vor einer offiziellen Männerautorität als eine Art Anstandsverstoss beanstandete, im Sinn von "ach was soll’s". Die Anstands-damen des Patriarchats wissen eben, was sich gehört. Es sind dieselben Medien-figuren, die auch nichts gegen die islamische legalisierte Polygamie inkl. Kinderheirat einzuwenden haben, aber über die Frau herfielen, die ihre Flucht vor dem Ehemann im Iran öffentlich machte (Betty Mamoody). Es war das Reeperbahnherrenmagazin "Der Spiegel", der den weinerlichen Tiraden des ärmsten „verlassenen“ Ehemannes der Geflüchteten seine rosaroten Spalten bot, um die Entkommene zu diskreditieren, und auch die mit den inzwischen verblassten Kapazitäten namens Schmid u. Porno-Allemann streng sexistisch imprägnierte Basler Zeitung liess es sich nicht nehmen, ihre Iranreisende im Tschador, Marie-Luise B., feststellen zu lassen, das Buch von Betty Mamoody sei „trivial.“ (Analog zu Burkhard Müller-Ulrichs Anpöbelung der islamverfolgten Taslima Nasreen, deren Roman „Schande“ literarisch nichts wert sei, ganz im Gegensatz zum wertvollen Salman Rushdie – das Parfüm Müller-Ulrich ist eine ganz besondere Duftmarke, die gegen Frauenrechtsvertreterinnen im Exil anstinkt, siehe seine „Medienmärchen“, angezeigt auf der Achse des Guten, die die serbischen Vergewaltigungs-KZ als eine Erfindung der Frauen hinstellen...)
Nun, die BaZ-Journalistin konnte den Irantourismus ganz feudal geniessen, mit dem Tschador als exotischem Outfit kokettierend, den sie im Flugzeug zurück wieder ablegen durfte. Sie befand sich ja auch nicht auf einer trivialen Flucht. Jedes sexuelle Gewaltsystem hat seinen Hurentross zur Verfügung, Die willigen Gehilfinnen sind so zahlreich wie die Marketenderinnen der Männerkriege.
Eine offizielle Ausgabe des Flirts mit der Verschleierung als Luxus westlicher Iran-Reisender bot die Ex-Aussenministerin der Schweiz, die zum Empfang in Teheran mit einer Gardine über dem Kopf erschien.
Der Schleier ist auch schick für die Ägyptentouristinnen, aber auch er schützt nicht vor sexueller Belästigung, die zum Alltag einer Herrenkultur gehört, die immer noch im Besitz einer weibliche Sklavenklasse ist, und die wird sie sich so schnell nicht nehmen lassen. Freiheit die sie meinen...

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